Dötlinger SPD verärgert über Kahlschlag

Die Dötlinger SPD ärgert sich über den immer häufiger werdenden Kahlschlag von Bäumen in der Gemeinde. Nach Informationen der SPD gab es in den vergangenen Wochen mehrfach die radikale Entfernung von Bäumen an verschiedenen Orten auf dem gesamten Gemeindegebiet. „Der Sinn hinter den Maßnahmen sei dabei nicht immer erkennbar“, erläutert der Vorsitzende Rudi Zingler.

Zur Besichtigung von einer der Maßnahmen, welche großenteils durch Mitarbeiter der Gemeinde erledigt wurden, traf sich der Dötlinger SPD-Ortsverein am Waldrand des „Dötlinger Holzes“ nahe dem Ortsausgang Dötlingen in Richtung Neerstedt. Rudi Zingler wies drauf hin, dass gerade radikale Abholzungen an Waldrändern große Folgen haben können: „Dieser Bereich ist als sehr sensibel zu betrachten, gerade für die Insekten handelt es sich um eine wichtige Zone. Insbesondere die Weiden dienen den Bienen im Frühjahr als wichtiger Pollenlieferant.“


Die Dötlinger SPD bedauert, dass durch den Kahlschlag die Gefahr entsteht, die Vielfalt von Gehölzen zu verlieren. Die Sozialdemokraten sind sich sicher, dass wenn die Erhaltung der Natur und insbesondere der Insekten von Seiten der Gemeinde ernst gemeint ist, in Zukunft differenzierter vorgegangen werden muss. Hierzu gehört auch die regelmäßige Baumpflege mit einem dezidierten Beschnitt und keinem einfachen Kahlschlag alle paar Jahre wieder. Für die abgeholzten Stellen muss jetzt gelten, für rasche Aufforstung mit hochwertigen Gehölzen zu sorgen.


Der Ratsherr Thore Güldner weist in diesem Zuge auch darauf hin, dass unabhängig davon, ob Maßnahmen berechtigt sind oder nicht, eine bessere Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde stattfinden sollte. Eine einfache Mitteilung der Gemeinde wann und aus welchem Grund es zu flächendeckenden Kahlschlägen kommt könnte dabei ausreichen und die Akzeptanz erhöhen. „Die Bevölkerung ist schon überrascht, wenn von den einen auf den anderen Tag Baumreihen von bis zu 200 Metern Länge inmitten eines Siedlungsgebietes radikal entfernt werden“, so Güldner.

von links: Günter Graf, Rudi Zingler, Ute Ziemann, Thore Güldner, Hauke Schwarting, Ralf Metzing, Marco Dittmer

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