Tiemo Wölken beim SPD-Europa-Frühstück

Das Moor- und Bauernmuseum in Benthullen ist ein echter Aktivposten in der Gemeinde Wardenburg. Damit das so bleiben kann, sind Gelder aus dem „Leader“-Programm der Europäischen Union für einen Anbau geflossen. Seit September 2018 verfügt das ehrenamtlich geführte Museum über einen Raum mit 60 Plätzen für Vorträge, Kaffeenachmittage und andere Veranstaltungen für Museumsbesucher und benachbarte Vereine sowie über eine großzügige Küche. Der SPD-Ortsverein Wardenburg, angeführt von der Vorsitzenden Andrea Glunde und Bürgermeisterkandidat Ronald Holtz, nutzte diesen Anbau nun anlässlich der Europawahl für ein Europa-Frühstück, zu dem der EU-Abgeordnete der Sozialdemokraten, Tiemo Wölken, vorbeischaute, es sich schmecken ließ und mit den Teilnehmern diskutierte.

Zunächst hatte Jürgen Bureck, Vorsitzender des Museumsvereins, den Sozialdemokraten die umfangreiche Sammlung gezeigt, die auf dem ehemaligen Hof Berg zu finden ist, und die Geschichte des Anbaus erläutert, der nicht nur dem Museum dient, sondern auch als Dorftreff in Benthullen. „Eine Gaststätte haben wir im Ort ja nicht mehr, außerdem können wir nun auch Busgesellschaften, die das Museum besuchen, viel besser betreuen“, freut sich der Vorsitzende über den Anbau.

Neben einer stattlichen Eigenleistung und 15000 Euro von der Gemeinde gab es 50000 Euro aus dem Leader-Programm und weitere Spenden.

Tiemo Wölken zeigte sich beeindruckt von der Leistung des Museumsvereins. „Leader soll die Zivilgesellschaft aktivieren. Das scheint hier sehr gut gelungen zu sein“, gab er seinen Eindruck wieder. Das relativ kleine Objekt in Benthullen sei ein positives Beispiel dafür, wie Europa das Leben der Menschen positiv begleiten könne.

Darauf komme es auch bei der Europawahl an. „Wir entscheiden, wie wir künftig leben werden in Europa“, so Wölken. Man dürfe dies nicht den Nationalisten und Rechtspopulisten überlassen, sagte der Sozialdemokrat und forderte alle Bürger auf, sich an der Europawahl zu beteiligen.

Als Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit nannte er den Abbau der Jugendarbeitslosigkeit in Europa und die Einführung eines europäischen Mindestlohns. Denn die EU sei eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte, aber nicht jeder EU-Bürger profitiere davon.

In der abschließenden, von Andrea Glunde geleiteten Diskussion, ging es um eine europäische Steuergesetzgebung, um Sinn oder Unsinn einer Maschinensteuer und die künftige Verteilung der Arbeit.

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