Kein Platz für Antisemitismus und Fremdenhass in Hatten

Sozialdemokraten rufen zu eigenem politischem Engagement auf

Im Angesicht der antisemitischen Morde in Halle sowie des Ergebnisses der Studie des Jüdischen Weltkongresses, dass jeder vierte Deutsche antisemitisch denkt, sehen die Hatter Sozialdemokraten die Notwendigkeit zu einer Stellungnahme. Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses bringe es auf den Punkt, wenn er sage, dass es an der Zeit sei, die Demokratie und eine tolerante Gesellschaft zu verteidigen, wenn sich offenbar mehr als ein Viertel der Gesellschaft mit antisemitischen Auffassungen identifiziere, so die Sozialdemokraten. 

„Wir als SPD in Hatten akzeptieren in Deutschland allgemein, aber auch direkt hier bei uns vor Ort keine Intoleranz, keine Hetze und keinen Hass! Weder auf der Straße, noch im Internet!“, betont Parteivorsitzender Gerrit Edelmann. Der gesamte SPD-Ortsvereinsvorstand sei sich auf seiner jüngsten Vorstandssitzung am 24. Oktober 2019 darüber einig gewesen, entschlossen gegen jede Form von Ausgrenzung vor Ort sowie im Netz anzugehen. Aus der Geschichte der SPD heraus ergebe sich geradezu das Grundbedürfnis, sich vehement gegen jede feindliche Hetze, üble Nachrede oder gar Gewalt gegen anders Denkende, anders Gläubige oder Menschen aus anderen Kulturkreisen zur Wehr zu setzen. 

Alleine dafür Menschen aufgrund ihrer ethnisch-religiösen Einstellung negative Eigenschaften zuzuschreiben und sie für das eigene Schicksal verantwortlich zu machen, zeigen die Sozialdemokraten absolutes Unverständnis. „Wir stehen für eine Gesellschaft, in der sich jeder im Rahmen unserer Gesetze selbstständig nach seinen Vorstellungen und Überzeugungen entwickeln kann und sich tolerant gegenüber den Lebensweisen seiner Mitmenschen verhält. Mensch ist Mensch.“, so die Sozialdemokraten. Sie rufen dazu auf, pauschale Aussagen wie „Juden hätten viel Wirtschaftsmacht“ oder „Juden trügen die Verantwortung für die meisten Kriege“ äußert kritisch zu hinterfragen und sich dabei grundsätzlich die Frage zu stellen, was die Religion damit überhaupt zu tun habe. Nie wieder sollen in Hatten Familienmitglieder oder Nachbarn aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit ausgegrenzt und verfolgt werden.

„Wir nehmen unser Glück lieber selbst in die Hand, anstatt andere für unser Unglück verantwortlich zu machen! Unsere lokalen Probleme haben wir mit unseren demokratisch gewählten Parteien im Gemeinderat gut im Griff. Wir brauchen hier keine neue Partei, keinen Antisemitismus und auch keinen Fremdenhass. Was wir brauchen sind Menschen, die dazu bereit sind mit etwas Kopf, gesundem Verstand und Herz selbst politische Verantwortung zu übernehmen.“, so Edelmann. Gerade jetzt sei ein guter Zeitpunkt Farbe zu bekennen und sich selbst politisch zu engagieren, auch im Hinblick auf die immer näher rückenden Kommunalwahlen im Jahr 2021.

Wer Interesse an der Arbeit der Hatter SPD habe und sich vorstellen könne, in zwei Jahren dann evtl. auch selbst über die Partei für den Gemeinderat zu kandidieren, möge sich per E-Mail an vorstand@spd-hatten.de wenden oder telefonisch unter 0171 3660143 zum Ortsvereinsvorsitzenden Kontakt aufnehmen.

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