Froh über Anschub für Kunst

 

Franz Duin

 

Der Landkreis Oldenburg hat für die Kulturförderung eine Anschubfinanzierung von 20.000 Euro beschlossen. Grundlage dieser Entscheidung war ein Antrag der SPD-Kreistagsfraktion. „Es ging und geht uns darum, die Kulturförderung durch Richtlinien und einen eigenen Etat auf neue Beine zu stellen“, sagt Fraktionsvorstand Franz Duin (Wildeshausen), der den Antrag maßgeblich ausgearbeitet hat und sich über den Beschluss sehr gefreut hat.

 

„Wir sind froh, dass unsere Initiative gefruchtet hat. Nun obliegt es der Verwaltung, in der zweiten Jahreshälfte die geforderten und versprochenen Richtlinien auf den Tisch zu legen.“

Anlass für den Vorstoß der SPD war laut Duin, dass die bisherigen Einzelfallentscheidungen nicht transparent genug sind und ein Kunst-und Kulturprofil des Landkreises nicht genügend erkennen lassen. „Uns fehlt vor allem eine Zielbeschreibung, was und wie gefördert werden soll“, sagt Duin. Die SPD möchte die Kulturförderung deshalb künftig in Schwerpunkt- und  Regelförderung  unterteilen. Die Schwerpunktförderung  soll Angebote mit Wirkung über den Landkreis hinaus ermöglichen und verstetigen. Die Regelförderung soll kulturelle Angebote unterstützen, die besonders erwünscht sind und als nachhaltig gelten wie die plattdeutsche Sprache oder die Musikförderung.

Franz Duin nennt als Beispiele für förderfähige Bereiche die darstellende und bildende Kunst, Musik und ortsprägende Brauchtumspflege, Film-, Foto- und Videokunst, Geschichts- und Heimatforschung, Konzerte, Vorträge und ähnliche  kulturelle Veranstaltungen mit überörtlicher Bedeutung, Ausstellungen, interkulturelle Veranstaltungen im Rahmen der Integrationsarbeit, Förderung der plattdeutschen Sprache in den Grundschulen, Bau oder Umbau von Gebäuden für kulturelle Zwecke, Einrichtung von Museen und Sammlungen oder die Restaurierung von historischen Gebäuden, Kirchen, Mühlen, Brunnen, Ortsplätzen, sofern eine Förderung nicht durch den Denkmalschutz abgedeckt ist.

Dies alles, so Duin, seien Beispiele, die aber erweitert werden könnten. Außerdem, so der Sozialdemokrat, könnten die „in den Richtlinien genannten Förderbeispiele keine abschließende Regelung darstellen, so dass Einzelfallentscheidungen weiterhin möglich sind.“

Der SPD gehe es darum, das bürgerschaftliche Engagement zu fördern und zu unterstützen, die Kulturarbeit in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken  und ein angemessenes Kulturangebot zu verwirklichen, unterstützt Fraktionsvorsitzender Detlef Sonnenberg  die Initiative Franz Duins. Und der ist überzeugt, dass der Landkreis mit der neuen Richtlinie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte, nämlich „ein wichtiger Partner der Kulturschaffenden und gleichzeitig Impulsgeber für die kulturelle Weiterentwicklung zu werden.“

 
    Kommunalpolitik
 

 


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