Trinkwasserschutz ist dringend erforderlich – SPD ist für sachliche Gespräche

 
 

Dass es beim Trinkwasserschutz großen Handlungsbedarf gibt, dürfte allen Mitbürgern langsam klar werden, hieß es in der vorigen Woche beim Vorstand des SPD-Unterbezirks.

Landtagsabgeordneter Axel Brammer machte deutlich, dass sich etwas ändern muss: „Seit Jahrhunderten haben Bauern ihre Äcker unbelastet an die nächste Generation weitergegeben.

 

Das machen auch die meisten heutigen Landwirte. Aber einige Betriebe der Agrarindustrie vergessen, dass „Eigentum verpflichtet“. Sie  missbrauchen Flächen zur Unterbringung ihrer überschüssigen Gülle und gefährden damit das Trinkwasser. Diese „Schwarzen Schafe“ müssen zur ordnungsgemäßen Landwirtschaft gebracht werden.“ Das sei auch durchgängige Meinung bei den ordentlich wirtschaftenden Landwirten.

Mit der beabsichtigten Änderung der Niedersächsischen Wasser- und Naturschutzrechtsnovelle solle das Trinkwassers geschützt werden. Damit sie ihre Wirkung erzielt, seien Verbesserungsvorschläge unumgänglich. Polemik mit dem „Schreckgespenst Enteignung“ sei keineswegs hilfreich.

Das mit Landvolk-Geschäftsführer Bernhard Wolff und dem Lohnunternehmer Renke Dählmann Ende Februar geführte Gespräch über den Einsatz neuer Technologien bei der Düngung, sei ein guter Einstieg gewesen. Derartige Gespräche sollten fortgesetzt werden, meinten die Vorstandsmitglieder und bestärkten Brammer, sich weiterhin mit sachlicher Aufklärung für den Schutz des Trinkwassers einzusetzen..

Das Problem sei ja nicht neu, ergänzte Altlandrat Hermann Bokelmann, der den Landkreis jahrzehntelang beim Oldenburgisch-Ostfriesischen-Wasserverband (OOWV) vertrat: „Schon vor 25 Jahren waren die Nitrat-Werte der Brunnen des Wasserwerks Holdorf-Vechta derartig hoch, dass es mit Trinkwasser aus dem Werk Großenkneten „verschnitten“ werden musste. Obwohl der OOWV viele teure Schutzmaßnahmen ergriff, wurde die Nitratbelastung nicht gebannt, weil Zahl und Größe der Viehställe auch im Landkreis Oldenburg wuchs – und die vielen Biogasanlagen hinzu kamen.“

 
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