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Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) kritisiert Fehlentwicklungen auf dem Arbeitsmarkt
Stellvertretender SPD-Landesvorsitzender Olaf Lies ist für Anfang Oktober zu einer öffentlichen Diskussion eingeladen.
„Anständige Arbeit verdient auch anständige Arbeitsbedingungen und anständigen Lohn, daran mangelt es in der Republik.“, kritisierte Vorsitzender Bernd Bischof die Fehlentwicklungen auf dem Arbeitsmarkt.
Die AfA fordert, dass durch eine entsprechende Bundesgesetzgebung die Leiharbeit reguliert, und befristete Arbeitsverträge begrenzt werden. Jeder zehnte Arbeitnehmer sei befristet beschäftigt. Erst kürzlich habe das Bundesarbeitsgericht in Erfurt den Missbrauch gerügt.
Landtagsabgeordneter Axel Brammer machte es deutlich: „Wenn vorübergehende Auftragsspitzen durch Leiharbeitsverhältnisse ausgeglichen werden, ist das in Ordnung. Es muss dann aber der Grundsatz „gleiches Geld für gleiche Arbeit“ für Stammbelegschaft und Leiharbeiter gelten. Es muss unterbunden werden, dass Leiharbeiter bei gleicher Tätigkeit bis zu 40 Prozent weniger verdienen.“
Weiterer Kritikpunkt der AfA war der Niedriglohnsektor. Jeder zehnte Beschäftigte in Deutschland erhält weniger als 8,50 Euro Stundenlohn. Das hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden ermittelt.
Jürgen Schlausch bemängelte: „Bei der CDU redet man zwar immer von der Lohnuntergrenze, es passiert aber nichts. Den SPD-Gesetzentwurf hat Schwarz-Gelb im Januar im Bundestag abgelehnt.“
Der AfA-Vorstand begrüßte, dass die Thüringer CDU-SPD-Landesregierung im Bundesrat einen Gesetzentwurf für einen gesetzlichen Mindestlohn einbringen will. „Dann muss die Bundes-CDU Farbe bekennen“, hieß es.
Die AfA will im Oktober zum gesamten Komplex „Regulierung des Arbeitsmarktes“ im Landkreis eine öffentliche Veranstaltung durchführen. Als Referent hat bereits Olaf Lies, stellvertretender Vorsitzender SPD-Landespartei und Landtagsfraktion, zugesagt.
Es soll aber auch die Geselligkeit gepflegt werden. Am Samstag, 18. August, ist im „Kayserhaus“ in Wildeshausen ein Grillabend mit dem Bundestagsabgeordneten Holger Ortel.
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