Fairer Handel ist uns wichtig! Aus diesem Grund fordern wir Stadt, Gemeinden und den Landkreis Oldenburg auf, sich der „Fairtrade-Town-Kampagne“ anzuschließen.

Der Schutz unserer Umwelt, unserer Natur sowie unserer Tiere liegt uns am Herzen. Deshalb sind wir gegen Monokulturen, den intensiven Pestizid- und Düngemitteleinsatz und gegen die Ausbeutung von Tieren.

Wir setzen uns für einen wertschätzenden Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen ein. Darunter verstehen wir zum Beispiel eine Land- und Forstwirtschaft, die nachhaltig wirtschaftet und unsere Versorgung langfristig sicherstellt. Dazu gehört, mithilfe von Dünger und Pestiziden nicht das Maximum vom Feld und aus dem Wald zu holen, sondern so zu wirtschaften, dass Mensch und Tier auch in 200 Jahren noch problemlos davon leben können. Wir wünschen uns, dass die jetzige Ackerbaukultur in ihren Strukturen komplett überdacht wird. Das massive Insektensterben, das nun auch offiziell anerkannt wird, sollte uns ein Mahnmal sein. Ebenso wie unser teils stark belastetes Grundwasser oder unsere mit Müll verschmutzen Meere. Wichtig ist für uns aber auch, die Arbeit unserer Landwirt*innen wertzuschätzen und keine komplette Branche vor den Pranger zu stellen. Gemeinsam mit unserer Landwirtschaft wollen wir an einem Wandel arbeiten. 

Ein weiteres wichtiges Thema ist für uns die Energiewende. Wir unterstützen die Energiewende und sind uns sicher, dass diese die energetischen Techniken der Zukunft hervorbringen wird. Ein Zurück zur Atomenergie steht deshalb für uns nicht zur Debatte. Wir brauchen eine sichere und langfristige Energiegewinnung, die so umweltfreundlich wie möglich ist. Gerade bei uns im Norden sollten wir deshalb aktuell auf effiziente Windkraftanlagen setzen. Um Konflikte zu vermeiden und Flächenschutz zu betreiben, unterstützen wir das Repowering, also die Erneuerung von alten Windkraftanlagen durch effizientere. Potenzielle gesundheitliche Risiken gilt es zu untersuchen und zu vermeiden. Innovative Biomasseenergiequellen sollten auch in Zukunft weiter gefördert werden. Hierdurch sind wir unabhängiger von Wind und Sonne. Biogasanlagenkonzepte, die im Vordergrund Gülle und Mist verwerten, anstatt Mais und Getreide aus Monokulturen, halten wir für sinnvoll. Abwärme und Gärreste müssen genutzt werden.

Unsere Wegeseitenränder, Hecken und Alleen wollen wir im gesamten Landkreis so umweltfreundlich wie möglich gestalten. Hier gilt es insbesondere Rücksicht auf Insekten und Niederwild zu nehmen. Konkret wünschen wir uns die verstärkte Anpflanzung von heimischen Blühpflanzen und Bäumen. Auch einen fachmännischen Rückschnitt von Hecken und Wegeseitenrändern befürworten wir. Die Förderung von Grün- sowie Blühstreifen, Wild- und Streuobstflächen halten wir für wichtig.

Wir appellieren an dieser Stelle auch an das Verständnis der Bürger*innen für Rückschnittmaßnahmen im öffentlichen Raum. So müssen manche Hecken von Zeit zu Zeit durchaus auf den Stock gesetzt werden, damit sie gesund und dicht bleiben und so lange wie möglich leben. Wichtig ist folglich, dass der Rückschnitt durch geschultes Personal erfolgt. Dann nützt er der Pflanzen- und Tierwelt etwas und kann auch im Straßenverkehr für mehr Sicherheit sorgen.

Jede*r von uns kann in seinem Garten etwas für den Umwelt- und Naturschutz tun. Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt sind bei Änderungsmaßnahmen zu bedenken. Pestizide haben nicht nur auf dem Acker nichts zu suchen. Genauso wenig im Garten!

Was den gesamten Umwelt- und Naturschutz angeht wünschen wir uns noch viel mehr Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit. Das betrifft nicht nur das massive Insektensterben, sondern den gesamten Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen. Wo kann Müll und speziell Plastikmüll vermieden werden? Müssen wir tatsächlich Produkte mit Mikroplastik herstellen und nutzen? Was richtet mein Müll in der Umwelt an? Wer muss das alte Handy am Ende unter welchen Bedingungen auseinanderbauen? Können wir uns blind auf unser Recycling verlassen? Gerade in der Schule wollen wir unsere Kinder für solche Fragen sensibilisieren. Wir wünschen uns, dass die Schulen im Landkreis Oldenburg Besichtigungen vornehmen und die Schüler*innen für einen wertschätzenden Umgang mit unseren Lebensmitteln sensibilisiert werden.

Kampagnen zur Vermeidung von (Plastik-)Müll im Landkreis Oldenburg unterstützen wir. Unnötigen Verpackungsmüll wollen wir vermeiden. Plastiktaschen und Coffee-to-go-Becher möchten wir durch nachhaltige Produkte ersetzen.  An vielen Orten wünschen wir uns auch noch mehr Mülleimer und strengere Kontrollen. Die Entsorgung von Müll in unserer Umwelt darf nicht straflos bleiben und sollte von der gesamten Gesellschaft geächtet werden. Damit weniger Müll in unserer freien Landschaft landet, setzen wir uns auch dafür ein, dass die Abgabe von Müll an unseren Sammelstellen noch kostengünstiger wird bzw. kostengünstig bleibt.