Landkreis soll Glyphosat auf seinen Flächen und Straßenrändern verbieten

 
Foto: Renate Strang

Ein mit Glyphosat gespritztes Feld

 

Die weitere Genehmigung für den Einsatz von Glyphosat durch Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt (CSU) kritisierte der SPD-Kreisvorstand in seiner Dezember-Sitzung. „Für diesen Vertrauensmissbrauch hätte die Kanzlerin den Minister entlassen müssen“, hieß es.

 

Unterbezirksvorsitzender Axel Brammer fordert ein Verbot in Deutschland: „Denn wo Glyphosat ausgebracht wird wächst nicht nur kein Kraut mehr, sondern auch kein Gras, kein Moos und auch kein Strauch. Das massenhaft in der Landwirtschaft eingesetzte Gift tötet damit die Nahrungsgrundlage für Insekten. Damit sind auch unsere heimischen Vögel gefährdet, die in der Brut- und Setzzeit ihre Küken mit Insekten ernähren. Glyphosat aber auch bestimmte Insektizide werden maßgeblich für den Artenschwund mitverantwortlich gemacht.“

Umweltpolitiker Brammer mahnte: „Die Nutzer dieser Mittel müssen sich im Interesse der Artenvielfalt auf naturverträglichere Methoden umstellen. Darüber müssen wir dringend reden.“

Um nicht auf ein Verbot durch den Bund zu warten, regte der Vorstand an, dass die SPD-Kreistagsfraktion beantragt, dass der Landkreis auf seinen Flächen und Straßenrändern den Einsatz von Glyphosat untersagt.

Die gleiche Anregung ging an die Fraktionen in den Gemeinden des Landkreises.

Dass die SPD im Landkreis eine lebendige Partei ist und die Menschen wieder mehr Interesse an Politik haben, zeigt die Mitgliederstatistik der Geschäftsstelle: In diesem Jahr sind in Oldenburg-Land 41 Mitglieder - vorwiegend junge Menschen - neu in die SPD eingetreten. Von den insgesamt 675 Mitgliedern sind 228 Frauen und 447 Männer.

 
    Landwirtschaft     Umwelt und Nachhaltigkeit
 

 


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