SPD will bezahlbaren Wohnraum im Landkreis

 

Bezahlbarer Wohnraum für Normalverdiener ist knapp, obwohl an allen Ecken und Enden gebaut wird. Das gilt auch für den Landkreis Oldenburg. Nach einer Prognose des Pestel-Instituts fehlen im Landkreis bis zum Jahre 2020 rund 2000 Wohnungen. Die SPD-Fraktion im Landkreis plädiert deshalb dafür, dass die Gemeinden die Zusammenarbeit mit der GSG Oldenburg suchen, die in Wildeshausen bewiesen hat, dass sie günstigen und guten Wohnraum zu akzeptablen Preisen bieten kann.

Damit erteilen die Sozialdemokraten im Kreistag Initiativen  zur Gründung einer neuen Baugenossenschaft im Landkreis eine Absage. Die Anlaufkosten für ein solches Projekt seien enorm, ohne dass überhaupt eine Wohnung geschaffen werde, sagte Franz Duin, Wildeshausen, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion.  Er plädiert dafür, mit der GSG zusammenarbeiten, an der der Landkreis beteiligt sei und deshalb auch einen gewissen Einfluss ausüben könne.

Preistreiber im Wohnungsbau sind nach Ansicht des Fraktionsvorsitzenden Detlef Sonnenberg vor allem die hohen Grundstückspreise. Deshalb sind nach seiner Meinung die Gemeinden gefordert. Sie könnten beispielsweise baureife Grundstücke nach dem Erbbaurecht zur Verfügung stellen und so direkten Einfluss auf die Preisgestaltung nehmen.

Denn die demografische Entwicklung wird nach Ansicht der Sozialdemokraten sicher dazu führen, dass  die Altersarmut steigen wird. Für diese Menschen brauche man Wohnungen.  In diesem Zusammenhang erinnert Franz Duin an einen Antrag der SPD-Kreistagsfraktion aus dem Jahre 2014 zu den Themen Demografie und neue Wohnformen,  der gerade neue Aktualität bekomme. Schwerpunkte des Papiers sind das Mehrgenerationenwohnen mit gegenseitiger Hilfe, betreutes Wohnen für Ältere und der Übergang vom betreuten Wohnen  in das Altenheim.

Einig waren sich die Mitglieder der Fraktion, dass es gelingen müsse, die steigenden Bodenpreise in den Griff zu bekommen. Das sei aber eine Aufgabe, die auf Bundesebene durch eine Neuordnung des Bodenrechts eher zu lösen sei als auf der kommunalen Ebene. Hier aber könnten die Gemeinden viel tun, wenn sie beispielsweise mit Unternehmen wie der GSG zusammenarbeiteten und  Grundstücke nicht nur zu Höchstpreisen verkauften.

 
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