Gan­ter-Ampeln bald auch in Gan­der­ke­see? SPD-Frak­ti­on stellt Antrag

Emden hat den Otti­fan­ten, Hameln den Rat­ten­fän­ger und Ber­lin sei­ne berühm­ten Ampel­männ­chen. War­um also nicht auch den Gan­ter als Ampel­sym­bol in Gan­der­ke­see? Mit einem ent­spre­chen­den Antrag möch­te die SPD-Frak­ti­on prü­fen las­sen, ob unser Wahr­zei­chen künf­tig an Fuß­gän­ger- und Rad­fah­reram­peln im Gemein­de­ge­biet leuch­ten könn­te.

Unser Gan­ter – ein Wahr­zei­chen mit Wie­der­erken­nungs­wert

Der Gan­ter gehört zu Gan­der­ke­see wie kaum ein ande­res Sym­bol. Er steht für Hei­mat­ver­bun­den­heit, Iden­ti­tät und die beson­de­re Bezie­hung der Men­schen zu ihrer Gemein­de. Ob im Orts­bild, bei Ver­an­stal­tun­gen oder als Sym­bol unse­rer Gemein­de – der Gan­ter ist längst ein fes­ter Bestand­teil unse­rer loka­len Iden­ti­tät.

Die SPD-Frak­ti­on möch­te die­ses Wahr­zei­chen nun noch stär­ker in den öffent­li­chen Raum brin­gen. Die Idee: An Ampel­an­la­gen, an denen Fuß­gän­ge­rin­nen und Fuß­gän­ger sowie Rad­fah­re­rin­nen und Rad­fah­rer die Stra­ße que­ren, könn­te künf­tig statt der übli­chen Sym­bo­le der Gan­der­ke­se­er Gan­ter in Rot und Grün erschei­nen.

Ande­re Städ­te machen es vor

Beson­de­re Ampel­sym­bo­le gibt es bereits in ver­schie­de­nen deut­schen Städ­ten. In Emden leuch­tet bei­spiels­wei­se der bekann­te Otti­fant, in Hameln erin­nert der Rat­ten­fän­ger an die Geschich­te der Stadt und in Ber­lin sind die Ampel­männ­chen längst Kult.

Die­se Bei­spie­le zei­gen, wie regio­na­le Beson­der­hei­ten auch im Stra­ßen­ver­kehr sicht­bar gemacht wer­den kön­nen.

Auch für Gan­der­ke­see könn­ten sol­che Ampel­sym­bo­le eine schö­ne Mög­lich­keit sein, das bestehen­de Wahr­zei­chen wei­ter zu stär­ken und gleich­zei­tig einen beson­de­ren Wie­der­erken­nungs­wert zu schaf­fen.

Ein Gewinn für Hei­mat­ver­bun­den­heit und Stand­ort­mar­ke­ting

Neben der sym­bo­li­schen Bedeu­tung sieht die SPD-Frak­ti­on auch Poten­zi­al für das Stand­ort­mar­ke­ting und die Außen­dar­stel­lung der Gemein­de.

Beson­de­re Ampel­sym­bo­le fal­len auf, wecken Inter­es­se und wer­den ger­ne foto­gra­fiert. Sie kön­nen damit über die Gemein­de­gren­zen hin­aus Auf­merk­sam­keit erzeu­gen und Gan­der­ke­see auf sym­pa­thi­sche Wei­se prä­sen­tie­ren.

Vor allem aber geht es dar­um, den Gan­ter als Wahr­zei­chen unse­rer Gemein­de noch stär­ker im All­tag der Men­schen zu ver­an­kern.

Die Gan­ter-Ampeln sol­len kein neu­es Wahr­zei­chen schaf­fen, son­dern unser bereits bestehen­des Wahr­zei­chen stär­ken und sei­ne Sicht­bar­keit erhö­hen.

SPD-Frak­ti­on bit­tet Ver­wal­tung um Prü­fung

Mit einem ent­spre­chen­den Antrag, der von Rats­mit­glied Rena­te Dril­ling ein­ge­bracht wur­de, bit­tet die SPD-Frak­ti­on die Gemein­de­ver­wal­tung, die Mög­lich­kei­ten einer Umset­zung zu unter­su­chen.

Dabei sol­len ins­be­son­de­re die tech­ni­sche und recht­li­che Mach­bar­keit, die ent­ste­hen­den Kos­ten sowie mög­li­che För­der­pro­gram­me geprüft wer­den.

Außer­dem soll geklärt wer­den, an wel­chen Ampel­an­la­gen im Gemein­de­ge­biet eine Umrüs­tung grund­sätz­lich mög­lich wäre. Da nicht alle Licht­si­gnal­an­la­gen in der Zustän­dig­keit der Gemein­de lie­gen, sol­len gege­be­nen­falls auch Gesprä­che mit den zustän­di­gen Stra­ßen­ver­kehrs- und Stra­ßen­bau­be­hör­den geführt wer­den.

Denk­bar wäre zunächst eine schritt­wei­se Umset­zung an beson­ders zen­tra­len und stark fre­quen­tier­ten Kreu­zun­gen.

Wie geht es wei­ter?

Zunächst soll die Ver­wal­tung die Mög­lich­kei­ten prü­fen und die Ergeb­nis­se den zustän­di­gen poli­ti­schen Gre­mi­en vor­stel­len. Eine Ent­schei­dung über eine tat­säch­li­che Umset­zung ist damit noch nicht getrof­fen.

Die SPD-Frak­ti­on möch­te mit ihrer Initia­ti­ve eine Idee auf den Weg brin­gen, die Hei­mat­ver­bun­den­heit, loka­le Iden­ti­tät und eine öffent­lich­keits­wirk­sa­me Prä­sen­ta­ti­on unse­rer Gemein­de mit­ein­an­der ver­bin­det.

Viel­leicht heißt es also schon bald an der einen oder ande­ren Kreu­zung: Bei Rot bleibt der Gan­ter ste­hen – und bei Grün geht’s wei­ter!

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