Ausgabe 11 vom 19. Februar 2026
Aus dem Bericht des Ausschussvorsitzenden Axel Brammer:
Ich habe schon immer gesagt, dass die Ratsarbeit in diesem Haus in den Gremien stattfindet.
Ich habe mich bewusst immer zurückgehalten, wenn Entscheidungsprozesse auf Facebook diskutiert wurden. Ich kann es mir heute aber nicht verkneifen, eine Meldung von gestern zu kommentieren, weil sie aus meiner Sicht ungeheuerlich ist. Das passiert bewusst unter dem Tagesordnungspunkt „Bericht des Vorsitzenden“ um einiges klarzustellen, weil es diesen Ausschuss auch betrifft.
Folgende Aussagen waren in dieser Meldung zu lesen:
Team Hatten:
Windkraft – Rathaus stellt Bürgern den Ton ab
Mehr Windräder an der Hatter Landstraße – und was kommt noch in der Gemeinde Hatten?
Die ENGIE – Gruppe plant eine Erweiterung der Windvorrangebiete entlang der Hatter Landstraße. Das Unternehmen stellt sich und die Planungen erfreulicherweise im Ausschuss vor.
Danke dafür!
Zu dem Vortrag wollen der Vorsitzende, Axel Brammer (SPD) und der Bürgermeister den Bürgern den Ton und das Bild abstellen. Haben sie ein schlechtes Gewissen?
Mit der Behauptung, der Ausschussvorsitzende und der Bürgermeister wollen den Bürgern den Ton abstellen, stellt Team Hatten, ich formuliere das mal parlamentarisch, eine falsche Behauptung wider besseres Wissen auf. Hier ist eine Grenze überschritten, die nicht mehr geduldet werden kann.
Ich möchte das wie folgt begründen:
Am Montag, dem 16. Februar hat die Verwaltung folgende Meldung auf die Internetseite der Gemeinde Hatten gestellt:
Zu Tagesordnungspunkt 7 werden auf Wunsch der ENGIE Deutschland Erneuerbare GmbH die Ton- und Bildaufnahmen deaktiviert. Eine Teilnahme zu diesem Tagesordnungspunkt ist daher nur in Präsenz möglich.
Gleichzeitig wurden die Ratsmitglieder um 20:01 Uhr darüber informiert. Ich habe die Meldung auch erst am Dienstagvormittag gegen 9:30 Uhr gelesen.
Entscheidend ist, dass in diesem Fall die Hauptsatzung § 10 Absatz 3 greift. Das Ganze fußt auf der Datenschutzgrundverordnung. Da haben weder der Ausschussvorsitzende noch der Bürgermeister einen Handlungsspielraum. Ich empfehle Team Hatten die Hauptsatzung zur Lektüre.
Ich erwarte nicht, dass der Beitrag im Netz gelöscht wird. Ich erwarte auch keine Entschuldigung, dazu kann man niemanden zwingen, der nicht begreift, dass er zu weit gegangen ist. Ich erwarte allerdings umgehend eine sachliche Richtigstellung an gleicher Stelle. Dafür habe ich mir einen Zeitrahmen gesetzt, den die Verfasser nicht überspannen sollten.
Zudem gebe ich zu Protokoll, dass ich die Verwaltung bitte, zunächst zu prüfen, inwieweit eine derartige falsche Berichterstattung im Netz zulässig ist. Ferner werde ich in der kommenden Woche in dieser Sache einen Antrag auf Prozesskostenübernahme an die Gemeinde Hatten stellen.
Der Spaß ist hier zu Ende.
Auch ehrverletzendes Verhalten hat irgendwo seine Grenzen.
Für die SPD Hatten im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt:
Axel Bammer
Uta Wilms
Hajo Töllner
Markus Wolff







