
Pressemitteilung
SPD Ganderkesee fordert klare Regeln für Wahlwerbung im öffentlichen Raum
Die SPD Ganderkesee hat einen Antrag zur Erarbeitung einer kommunalen Satzung zur Regelung von Wahlwerbung im öffentlichen Raum eingebracht. Ziel ist es, künftig einheitliche, transparente und ortsangepasste Vorgaben für das Plakatieren politischer Parteien zu schaffen.
Als Orientierung verweist die SPD auf eine bestehende Regelung der Gemeinde Friedeburg, betont jedoch, dass diese nicht eins zu eins auf die Gemeinde Ganderkesee übertragbar sei. Vielmehr gehe es darum, ein eigenes Konzept zu entwickeln, das den örtlichen Gegebenheiten gerecht wird.
Hintergrund des Antrags sind wiederkehrende Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Insbesondere im Zuge vergangener Wahlen wurde das Ausmaß der Plakatierung vielfach kritisch gesehen.
„Zu den letzten Wahlen haben uns immer wieder Rückmeldungen erreicht, dass dieses massive Plakatieren viele Menschen stört und teilweise auch als belastend empfunden wird. Diese Sorgen nehmen wir sehr ernst“, erklärt Fraktionsvorsitzender Marcel Dönike.
Gerade mit Blick auf die Kommunalwahl 2026 sieht die SPD Handlungsbedarf. Auch hier habe es bereits erste Hinweise aus der Bürgerschaft gegeben, dass eine klarere Regulierung gewünscht sei.
„Wir wollen das Ortsbild schützen, die Umweltbelastung reduzieren und gleichzeitig für mehr Sicherheit sorgen. Wenn an Kreuzungen oder Ausfahrten zu viele Plakate hängen, kann das schnell unübersichtlich werden und sogar gefährliche Situationen verursachen“, so Dönike weiter.
Die SPD stellt dabei ausdrücklich klar, dass es sich nicht um einen Eingriff in die demokratischen Rechte der Parteien handelt.
„Wahlwerbung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Demokratie. Es geht uns nicht darum, das Werben einzuschränken, sondern es sinnvoll zu lenken und für alle fair zu gestalten“, betont Dönike.
Unterschieden werden müsse zudem zwischen verschiedenen Wahlarten. Während bei Bundes‑, Landes- oder Europawahlen häufig auch Parteien von außerhalb plakatieren, seien es bei Kommunalwahlen überwiegend lokale Akteure.
„Gerade bei Kommunalwahlen werben die Menschen, die hier leben und Verantwortung übernehmen wollen. Umso wichtiger ist es, dass wir hier vor Ort gemeinsam vernünftige Regeln festlegen“, erklärt SPD Vorsitzender Stephan Bosak.
Ein Baustein dafür sind auch die bereits zur Kommunalwahl 2021 angeschafften Gemeinschaftsstellwände, die aus Sicht der SPD weiterhin genutzt werden sollen.
Da eine umfassende Satzung bis zur Kommunalwahl 2026 zeitlich nicht mehr realistisch umgesetzt werden kann, schlägt die SPD vor, dass der neu gewählte Gemeinderat diese Aufgabe übernimmt. Parallel sollten Gespräche zwischen dem im Rat vertretenden Parteien geführt werden, um – wie bereits 2021 – freiwillige Vereinbarungen für den kommenden Wahlkampf zu treffen.
„Unser Ziel ist es, dass nicht an jeder Laterne mehrere Plakate hängen. Wir brauchen klare Regeln zu Standorten, Anzahl und Gestaltung – im Sinne eines sauberen Ortsbildes und der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden“, so Dönike abschließend.
Mit freundlichen Grüßen
Marcel Dönike

